Gorlstube

Gorlnähen

Perltaschenherstellung

Knepp stachen

Friederike Wagner, Regensburg schreibt:

Walter Schmidt, Ortsbetreuer für Reizenhain schreibt :

 

  • Gorlnähen war also Schnüre auf Kleider aufbringen, die die Form von Blumen und Ornamenten haben. Sie dienten bei Trachtenkleidung zur Verschönerung der Kleidung.

  • Die sogenannten "Gorl" (Kordel) wurden aus farbigen Seidenfäden zu Schnüren in unterschiedlicher Stärke und verschiedenen Mustern zusammengedreht. Diese in Heimarbeit gefertigten Schnüre wurden auf Gewänder, Uniformen, Hüte usw. aufgenäht und zwar in verschiedenen Mustern.

  • In unserer Heimatgemeinde Reizenhain wurde das Gorlnähen besonders im 19. Jahrhundert ausgeübt. Erst die industrielle Fertigung brachte diese Handarbeit zum Erliegen. Mit dem Aussterben dieser Handarbeit ist auch der Ausdruck "Gorl" nur noch schwer erinnerbar. Nur noch ältere Landsleute kennen ihn.

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Die "Gorlschlingerei" brachte im Erzgebirge neben Klöppeln, Musikinstrumentenbau und Holzschnitzerei Broterwerb für viele Familien. Oben am Bild ein Gorlräder oder Böckel

Margit Riha aus Seestadtl schreibt :

            1. Art übersponnene Seidenspitze

            2. erhabene Stickerei.

 

Dr. Bettina Levin,  Sehmatal- Sehma schreibt: 

Zitat aus Eduin Siegel: Zur Geschichte des Posamentiergewerbes mit besonderer Rücksichtnahme auf die erzgebirgische Posamentierindustrie. Graser Verlag Annaberg 1892:

 

 

Gorlrad (Schloß Wildeck, Zschopau)

Gorlborte- Perlen

Mustervorlage für eine Perltasche

Gorlborte Perlen

 

Fädelheft für Perltaschen

 

* Patterle ist ein alter Ausdruck für Perlenschnur. Im Wortstamm steckt Paternoster = Rosenkranz, der eigentlich eine aufgefädelte Perlenkette darstellt

 

Knepp stachen

Siehe auch:

http://www.sudeten-bayreuth.de/das-knopfmuseum.html