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Triebschitz, Kapelle der Opferung Mariens

Triebschitz

von Zdena Binterova, Übersetzung Gerhard Stübiger

Triebschitz befanden sich westlich von Brüx, unweit des Hügels Ressl. In der Nähe floss Hutní potok vorbei, südlich vom Dorf befand sich Hareth, westlich Seestadtl, nördlich Triebschitz und Kommern, nordöstlich Tschausch.
Erstmals wurde Triebschitz 1391 erwähnt im Zusammenhang mit dem Erbe eines gewissen Nikolaus aus dem Dorf Heilig Wenzel. Wem das Dorf im 15. Jahrhundert gehörte, ist nicht nachgewiesen. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gehörten sie zum Eigentum der Stadt Brüx, die es 1507 gemeinsam mit Tschauch an Johann von Weitmühl verkaufte, Herrn auf der Burg Schlossberg. Durch Rudolf II. kam es 1595 zurück an die Stadt, die es 1690 an die Lobkowiczer veräußerte und 1713 zurückerwarb. Danach gehörte Triebschitz bis 1848 Eigentum der Industriestadt.

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Triebschitz, Dorfplatz

Die meisten Menschen lebten zunächst von der Landwirtschaft, bauten Weizen und Korn an, zum Teil auch Wein und Hopfen. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als in der Nähe die Schächte Saxonia I a II (1879 und 1890) eröffnet wurden, siedelten sich im Ort immer mehr Familien an, die in den umliegenden Bergwerken arbeiteten. Der Anteil der tschechischen Bevölkerung wuchs in der einst rein deutschen Gemeinde auf 50 % an.

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Triebschitz, Schacht Saxonia

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Triebschtz, Schacht Washington

In Triebschitz befand sich die Kapelle der Opferung der Jungfrau Maria, 1767 erstmals renoviert, 1822 neu aufgebaut und 1882 vergrößert.
Die deutsche Bevölkerung wurde in den Jahren 1945/46 aus ihrer angestammten Heimat vertrieben.
Das Dorf wurde infolge der Ausweitung des Kohleabbaus und vor allem den Ausbau der Rohrleitungen für das chemische Werk CHEZA 1978 bis 1980 aufgelöst und liquidiert
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